Kegeltour 1997
Düsseldorf
September 1997

Nachdem das malerische Örtchen Thülsfeld an der gleichnamigen Talsperre in der Heide Ziel unserer ersten Kegeltour war, führte uns die zweite Kegeltour in das andere Extrem, nämlich in den Süden, in eine pulsierende Metropole, in die rheinische Landeshauptstadt Düsseldorf, wo man ja für 40,- DM bekanntlich alles bekommt.
Dies gilt insbesondere für das Düsseldorfer Bahnhofsviertel um die Bismarckstraße bis kurz vor die Kö, wo wir unser Hauptquartier aufschlugen.

Deutlich unter 40,- DM war zum Beispiel zu erhalten ein frisch angefertigtes Kegel T-Shirt, das dem Wunsche vieler Kegelbrüder entsprechend endlich für eine einheitliche Uniform sorgte.

Etwas über 40,- DM dürfte der Preis für einen Quadratmeter französisches Bett im renommierten Hotel Bismarck liegen, aber wer wollte angesichts des stilvollen Interieurs, der toleranten Zimmernachbarn (nicht wahr, Frank?), des umfangreichen kontinentalen Frühstücks, der zärtlichen Bettgenossen (nicht wahr, Berti?) und der angenehmen Proberäume für Titelmelodien bekannter Boxfilme (nicht wahr, Arno?) behaupten, das wäre es nicht wert gewesen, insbesondere wo doch die Preise in obskuren anderen Örtlichkeiten in der Altstadt nicht viel besser seien sollen (nicht wahr, Karsten?)!

Gekegelt wurde am Freitag Abend auf der Olympia-Bahn in der Stresemann-Klause.
Hier hatte die Wirtin freundlicherweise die Bahn für unseren Gastauftritt generalüberholen lassen, so dass auch hier Höchstleistungen für einen Stundenmietpreis von nur rund 12,- DM zu erhalten waren.
Deutlich unter 40,- DM waren wiederum auch die umfangreichen Mahlzeiten in der Stresemann-Klause(u.a. ein viel gerühmtes Jäger-Schnitzel) und beim McDonalds am Heinrich-Heine-Platz zu erlangen, dem Höhepunkt eines jeden Altstadt-Bummels.

Angesichts dieser Dumping-Preise ist es auch nicht verwunderlich, dass diese McDonalds Zweigstelle schon wenige Jahre nach unserem letzten Besuch schließen musste, wie ich bei Recherchen in Düsseldorf unlängst feststellen musste.
Zum Glück wurden von uns die Altstadt-Brauereien systematisch umgangen, so dass wir mit den Verzehr von billigem Alt-Bier nicht auch noch deren Ruin herbeigeführt haben.

Mit Geld nicht zu bezahlen waren natürlich unsere Ausflüge.
Startpunkt des samstäglichen Ausflugs war das politische Machtzentrum unseres Landes, der Landtag.
Da eine Audienz bei unserem Landesvater an unserem vollen Terminplan scheiterte, vergnügten wir uns vor dem Landtag.
Ob die Schäden, die hier an diversen Bronze-Statuen oder dem Englischen Rasen entlang der Uferpromenade mit der Frisbee-Scheibe verursacht wurden, mehr als 40,- DM betrugen, wird (hoffentlich) das Geheimnis unserer Volksvertreter bleiben.

Nicht vergessen werden soll natürlich auch das unbezahlbare Treffen mit einem anderen Heidener Kegelklub.
Nicht bestätigt ist, dass dieser Kegelklub nach dem gemeinsamen Schiffsausflug auf dem Rhein auch in die Rheinwiesen eingekehrt wäre, um dort vor unserer Heimfahrt Karlsquell-Football zu spielen. Die Heimfahrt am Sonntag erfolgte mit dem Wochenendticket der Bahn, das damals übrigens noch 35,- DM kostete.