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Kegeltour 1996
Thüle
13. - 15. September 1996
Am 13. September, freitag nachmittags sollte es also so weit sein:
Unsere erste Kegeltour!
Vor der Fahrt noch mal kurz bei Beckmann auf die Kegelbahn (um den Rüdiger auszukegeln), dann nach Münster zum Bahnhof, von da aus mit dem Zug über Osnabrück und Cloppenburg.
Unser ständiger Begleiter: natürlich das gute, alte Karlsquell.
Cloppenburg sollte aber noch nicht genug sein. Wir mußten weiter nach Thüle (oder Thülsfeld, so genau weiß das keiner mehr), und zwar ins Strandhotel Dittrich.
Wer sich jetzt fragt, wo denn da wohl ein Strand ist, dem sei gesagt, daß sich doch in Thüle (oder Thülsfeld) der berühmte Thülsfelder Stausee befindet, und der hat natürlich einen Strand.
Jaja, das Strandhotel Dittrich.
Da gibt es nicht nur Schnitzel Jäger Art (Anm. d. Red.: die Spezialität des Hauses). Nein, die haben auch Klinkersteine, die das Bett abstützen, nicht abstellbare Heizungen kombiniert mit nicht zu öffnenden Fenstern, und - nicht zu vergessen - eine äußerst symphatische Auszubildende namens Bianca, die Berti und Semmel wohl besonders nett fand.
Man übertreibt also nicht, wenn man sagt, daß das Organisationsteam, das aus Frank, Karsten, Martin, Peter und Michael bestand, keine Kosten und Mühen gescheut hat, um uns allen ein unvergessliches Wochenende zu bereiten.
Nach Abendessen und einigen Bierchen, beschlossen wir, d.h. eigentlich nur acht von uns, noch in eine Disco zu fahren. Angesichts der Größe des Ortes Thüle gar nicht so einfach, da muß man schon bis nach Cloppenburg fahren.
Gesägt tun getan, mit dem Taxi in die Live-Disco, die bei näherer Betrachtung (wozu wir zu dem Zeitpunkt allerdings nicht mehr in der Lage waren) ähnliche Qualitäten aufzuweisen hatte wie unser Hotel. Naja, was soll's.
Wir hatten unseren Spaß, und morgen ist ja auch noch ein Tag.
Da ist er auch schon, der nächste Tag. Vorschlag: "Lass domma um den Stausee laufen!"
Bier eingepackt, und los ging's.
Irgendwann, nach mehreren hundert Kilometern, kamen wir am Tierpark Thüle vorbei, und nach einigem hin und her ("Zu teuer!", "Tiere kann ich mir auch in Heiden anguckn!", "Aber hier is doch sonz nix
los!", "Hasse n bessern Vorschlach?", ...) waren wir auch drin.
Und siehe da, die Investition von DM 6,50 Eintritt hatte sich gelohnt:
Vor unseren Augen lag eine Art Phantasialand (in klein!), und das beste war: alles mit Selbstbedienung. Kombiniert mit unserem Begleiter bedeutete dies:
NO LIMITS!
Spaßfaktor 9,5.

Abends musste dann natürlich noch die hauseigene Kegelbahn angetestet werden, und - es wunderte uns nicht wirklich - sie passte zum Hotel.
Um nicht unser ganzes Wochenende in einem solchen, für uns völlig unpassenden Umfeld zu verbringen, suchten wir am folgenden Mittag das in der Nähe liegende Hotel Dreibrücken auf, in dem uns jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wurde, um dort noch mal in angenehmer und ansprechender Atmosphäre zu dinieren (und auch den letzten Pfennig aus der Kegelkasse auszugeben), was sich aber definitiv gelohnt hat.
Bleibt noch zu sagen, dass wir auf der Rückfahrt in Osnabrück beim Umsteigen beinahe einen Kegelbruder verloren hätten, weil er "sich noch mal kurz die Innenstadt angucken" wollte.
Er tauchte aber wieder auf und brachte vorsichtshalber direkt mal eine Palette Bier mit, um uns zu besänftigen, weil wir ja nur zwei Stunden auf unseren nächsten Anschlusszug warten mußten.
Fazit: 100 Rüdigers für Karsten und aufschlussreiche Karlsquell Weisheiten von Martin.
Kegeltour von jetzt an jährlich!
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