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Kegeltour 2003
Goodwood auf Malle
24. - 27. Oktober 2003
Die Kegeltour begann wie immer auf einer Kegelbahn, diesmal bei Beckmann, da unser Kegelwirt Alfons geschlossen hatte, um unseren obligatorischen Rüdiger auszukegeln.
Ab 13 Uhr versammelten sich also alle, um ein paar Kugeln zu schieben und ein paar Kaltgetränke zu sich zu nehmen.
Da allerdings niemand von uns so genau wußte, wie voll man noch in ein Flugzeug darf, hielt sich Letzteres ausnahmsweise in Grenzen.
Dann ging es los:
Ab zum Flughafen, 45 Minuten bis zur Schalteröffnung an der Theke überbrücken und dann hinter 5000 Rentnern anstellen, um einzuchecken.
Hat aber alles super geklappt, bis zum Boarding noch das ein oder andere Pils genommen und schon saßen wir im Flieger und rollten Richtung Startbahn.
Karsten outete sich direkt als Erstflieger, da er bei der Stewardess eine Runde Pils bestellte, obwohl wir noch gar nicht in der Luft waren!
Schwupp abgehoben, über diverse europäische Länder geflogen, 2 Flaschen miserables Pils an Bord getrunken und dann waren wir auf Malle. Karsten hat den Großteil seines ersten Fluges übrigens total verpennt.
Erstmal auschecken – und: „Geil, 5° C wärmer als in Germany!“
Und eh wir uns versahen, saßen wir im Neckermann-Bus, der uns direkt vor unserem 1 Sterne Hotel absetzte.
Den einen Stern hat das Hotel glaube ich dafür bekommen, dass man zwischen 10 und 23 Uhr alle Getränke frei hatte.
Die erste Nacht am Ballermann verbrachten wir dann zuerst in einem Keller, wo ein süßes Mädel mit verbundenen Augen Schlagsahne von einem Riesendildo schlecken musste und später dann in einer wirklich coolen Disco, in der man bis 5 Uhr 12 € pauschal gezahlt hat, was uns natürlich sehr gelegen kam.
Samstag:
Morgens um Punkt 9 Uhr haben wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffett getroffen, um den schönen Tag gemeinsam zu beginnen.
Arno und Karsten hatten da sogar schon den Frühsport hinter sich!
Tja, Frühstück war vorbei, es war inzwischen 10 Uhr und Ihr wißt ja inzwischen, wofür das Hotel den Stern bekommen hat.
Ein bißchen blöd geguckt haben die Kellner natürlich, als wir um Punkt 10 Uhr die ersten Milch43-er und Pils bestellten, aber wir waren in guter Gesellschaft, da noch ein Kegelclub aus Deutschland anwesend war: Die „Kegel-Killer“
Gegen Mittag haben wir uns dann einen Bulli geliehen (mit allen nur denkbaren Extras und Sicherheitsstandards), um die Insel ein wenig genauer zu erkunden.
Vorbei an Palma, mit der berühmten Kathedrale, ging es Richtung Süd-Westen, am Haus von Ralf Schumacher und Claudia Schiffer vorbei in die Berge, mit Ihren beeindruckenden Serpentinen und fantastischen Ausblickspunkten.
Leider hatten wir vergessen, unsere Lunchpakete im Hotel zu bestellen, so dass wir uns unterwegs an einem Supermarkt noch selbst verpflegen mussten. Ich glaube wir haben aber nur Bier und komisch schmeckende Mix-Getränke gekauft. Ach ja, außerdem noch Cola koffeinfrei für den Fahrer und eine Packung Pringles.
Nachdem dann der halben Mannschaft vom Serpentinenfahren schlecht geworden war und unsere Nasen schon genug Probleme mit diversen Flatulenzgerüchen hatten, wollte sich niemand noch dem Duft von Erbrochenem aussetzten und deshalb fuhren wir wieder zum Hotel zurück.
Den Abend bzw. die Nacht verbrachten wir dann nach einem kurzen Besuch auf der Schinkenstraße, wo Karsten sich von irgendwelchen „Lichtgestalten“ (O-Ton Arno) ein Blinklämpchen zum Umhängen kaufte (da Karsten kein passendes Kleingeld dabei hatte und der Typ nicht wirklich interessiert war ihm Geld zurückzugeben, hat er glaube ich sogar noch ein zweites Lämpchen bekommen), wieder in der 12 €-Frei-Saufen-Disco.
Sonntag:
Morgens um Punkt 9 Uhr haben wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffett getroffen, um den schönen Tag gemeinsam zu beginnen.
Frühsport ist allerdings ausgefallen!
Nach dem Frühstück nahmen wir unsere Lunchpakete in Empfang und machten uns in unserem geliehenen Bulli auf den Weg zu einem Traumstrand!
Einziger Nachteil: Wieder Serpentinen, da uns der alternativ zur Verfügung stehende Tunnel zu teuer und zu unsicher war ;-)
Außerdem saß am Steuer jemand, der gerne Serpentinen fährt. Die mit dem Brechreiz kämpfenden Kegelbrüder saßen alle hinten drin.
Doch an diesem Tag schien sich alles gegen uns zu wenden!
- An keiner Tankstelle (und wir haben viele gesehen) gab es Bier.
- Wir haben unseren Traumstrand gar nicht gefunden.
- Es hat sintflutartig geregnet.
- Unsere Nasen mussten mit den unglaublichsten Gerüchen zurecht kommen, da wir wegen Punkt 3 nicht lüften konnten.
- Unser Lunchpaket. Als wir da reingeguckt haben, waren wir froh darüber, am Tag zuvor keins mitgehabt zu haben!

Folglich beschlossen wir, wieder der Sonne entgegen zu fahren, und uns direkt am Ballermann an den Strand zu legen. Schwimmsachen hatten wir ja schließlich dabei. Auf dem Rückweg nahmen wir sogar den teuren, unsicheren Tunnel ;-)
Am Strand angekommen waren Michael und ich dann auch tatsächlich im Mittelmeer schwimmen, während sich die anderen am Strand vergnügten und schon mal Sangria kauften.
So hatte sich dieser Tag doch noch zum Positiven gewendet, mit dem kleinen Zwischenfall, dass ich am Strand in eine Scherbe getreten bin (die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit irgendein Holländer oder Engländer mit Vorsatz da verbuddelt hatte) und so war ich anschließend gezwungen, mit „Sicherheitschuhen“ rumzulaufen.
Trotzdem war der Nachmittag ein voller Erfolg und von dem Zeitpunkt an wurde nur noch mit Strohhälmen aus großen Gläsern getrunken!
Eine kleine Odyssee zum Bowling-Center mussten wir noch verkraften, aber dann stieg die große Party.
Erste Station an diesem Abend war der MEGA-Park, wo wir feststellen mussten, dass ein Liter mit „egal was“ recht günstig war. Dementsprechend haben wir uns dann auch verhalten. In der Kasse waren noch soviele Rest-Euros, dass wir zwischendurch schon gedacht haben: „Mist, bei den Preisen können wir die Kasse gar nicht leersaufen!“
Es lief aber alles noch in geregelten Bahnen, die Liter Milch43 und Sangria kamen und gingen (durch unsere Kehlen).
Noch kam niemand auf die Idee, die Tiefe des Pools im MEGA-Park zu überprüfen, außerdem ist irgend jemandem eingefallen, dass es im Bierkönig ein Gratis-T-Shirt je Liter gibt, also mussten wir hin.
Dort angekommen haben wir dann versucht, so weiter zu machen, wie wir aufgehört hatten.
Hatte sich aber nach der ersten Bestellung – ein Liter Whisky-Cola – schon erledigt, nachdem wir feststellen mussten, dass das Getränk hellbraun war, was zweifellos an den 0,75 ltr. Whisky gelegen haben muss.
Soweit so gut, irgendwie hat Arno für alle noch Anwesenden unserer Gruppe ein T-Shirt organisiert, um sein eigenes dann nachts im mallorquinischen Meer zu verlieren.
Was soll’s, ein bißchen Schwund ist immer, außerdem mussten wir ab ins Bett, denn am nächsten Morgen war von 11 bis 12 Uhr Freibier im MEGA-Park angesagt.
Auf die Idee, unser Freibier in unserem all-inclusive Hotel zu geniessen sind wir gar nicht mehr gekommen.
Montag:
Morgens um Punkt 9 Uhr haben wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffett getroffen, um den schönen Tag gemeinsam zu beginnen.
Frühsport ist wieder ausgefallen!
Anschließend haben wir dann unsere Klamotten gepackt und in einem Zimmer bis zum späten Nachmittag zwischengeparkt.
Punkt 11 Uhr saßen wir mit versammelter Mannschaft im MEGA-Park und Punkt 12 Uhr stand wieder mal der erste Liter Sangria auf dem Tisch.
Berti hat nochmal einen Blick in die Tourkasse geworfen und bezahlt und bezahlt und bezahlt.
Bestellen mussten allerdings die anderen, da Berti am Abend vorher im Bierkönig seine Stimme verloren hatte und sich nur noch per Handzeichen verständigen konnte.
Und dann hatten wir es doch noch geschafft: Die Kasse war leer!
Wir waren dafür genau das Gegenteil und dann hat doch noch einer ausprobiert, wie tief der Pool im MEGA-Park ist.
Arno kam aus dem Pool, nass bis zum Schritt, und sagte: “Ich hätte nicht gedacht, dass der so tief ist!“. Daraufhin waren einige froh, nicht hinterher gegangen zu sein, denn die meisten von uns hätten folglich bis zum Bauchnabel dringestanden.
Das Orga-Team hatte große Mühe, die Truppe aus dem Laden heraus zu bekommen, aber es gelang uns letztendlich doch.
Gott sei Dank, denn ansonsten wäre die Chance, nicht mitfliegen zu dürfen, recht groß gewesen.
Also liefen oder wankten wir zurück zum Hotel, um im wahrsten Sinne des Wortes die letzten paar Stunden abzuhängen und ein wenig auszunüchtern, eh es dann wieder mit dem Bus zum Flughafen ging und Good Old Germany uns nach 2 Stunden Flug wieder hatte.
Und spätestens da war die Luft dann raus!!!
Auf ein Neues in 2004.
Euer Daniel
(Kegelvater 2003)
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