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Kegeltour 2002
Discotour durchs Münsterland
19. - 21. Juli 2002
Die Kegeltour 2002 hielt wieder einmal einige Überraschungen für
uns bereit.
Der überraschend frühe Termin in Juli ermöglichte
es uns - mit Ausnahme von einigen examens-gestressten
Kopfarbeitern - alle Vaterlandsverräter, Klausurenschreiber und
sonstige Fingernageleinreißer
mitfahren zu lassen, die im Herbst dringende
andere Termine (z.B. bei der Maniküre) hatten.
Arg gebeutelt von
der Umstellung auf den Euro und dem frühen Kegeltour Termin setzte
unsere Kegeltour dann erstmals überwiegend auf alternative Transportmittel,
sprich das Fahrrad.
Dass während der ersten Tour-Etappe das Hauptfeld
dennoch nicht die Kraft verlor, hatten wir
unserem lieben Kegelbruder Berti
zu verdanken. Er rüstete uns mit formidablen Dosenhaltern aus,
und so konnte denn das Karlsquell bequem
auch im Fahren geschlürft
werden.
Für unsere Sicherheit war dank einer Polizeieskorte während
der meisten Zeit der ersten Etappe gesorgt,
auch wenn keiner versteht, warum der Denne
denn nicht gleich mit uns mitgefahren ist,
sondern seinen neuen Wagen neben uns herrollen lassen musste.
Ziel der Tour war an diesem Tag das Überschreiten der 1,0 Promille-Grenze,
was unserem Peter auch wieder problemlos vor der Ankunft im ersten Etappenziel
in Coesfeld gelungen ist, ihm das grüne Trikot der Sprintwertung
einbrachte, aber auch gewisse Schäden an Kegelkindereigentum und
spätnächtliche Beichtanrufen zu Hause hervorrief.
Die erste
renommierte Disco unserer Tour schauten wir uns dann allerdings nur
am Tag und von außen an, da wir nach dem obligatorischen Besuch
des Coesfelder Brauhauses und einer kleinen Nachtwanderung durch Coesfelder
Wohnviertel nur noch in der örtlichen Privatdisco einkehrten (kostete
aber keine 40 Mark Eintritt - Coesfeld ist eben doch nicht Düsseldorf).
Am Samstag ging es dann zunächst mit dem altbewährten Fortbewegungsmittel
vom Bahnhof Coesfeld nach Dülmen, wo es wieder galt, analfixiertes
Mimosentum zu bekämpfen und sich auf den Sattel zu zwängen.
Daniel, der dank seiner Karslquell unterstützten Mundhygiene an diesem
Morgen eigentlich doch frisch gestärkt hätte sein müssen,
machte nach den ersten Bergetappen einen eher angeschlagenen Eindruck
und auch mit Frank war an diesem Morgen nicht wirklich eine Mannschaftswertung
zu gewinnen.
Ziel des Tages war mit Haltern die nächste Disco-Hochburg und tatsächlich schafften wir es an diesem Tag auch, unserem Ruf als Party-Könige gerecht zu werden. Nachdem die Reste eines gewaltigen Abendessens zu später Stunde noch auf der Kegelbahn verputzt wurden, zappelten wir ein wenig im Old Daddy´s und die ganz Hartgesottenen unter uns trafen sich noch auf einen Absacker mit dem Bürgermeister von Haltern an der Theke einer Kneipe in der Nähe unseres Hotels. Wir konnten den Würdenträger erleben, wie er für den Wahlkampf einmal richtig die Hosen herunter ließ, auch wenn er dies für meinen Geschmack zu wörtlich nahm. Einer Wiederwahl darf man gespannt entgegen sehen!

Die Schlussetappe am Sonntag brachte schließlich noch eine unerwartete
Wasser-Wertung mit sich.
Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hatte
die Lippe schon lange vor Moldau und Elbe
Hochwasser. Dies blieb aber auch unserer "Tęte de la course", angeführt
von Karsten, Martin und Peter, zunächst verborgen, bis die ersten
Fische an ihren Füßen
kitzelten.
Da die Termine für Mani- und Pediküre ja wie gesagt
noch alle anstanden, gab es keinen Grund,
dieses kleine Hindernis zu umgehen, und so
wateten wir alle wie die kleinen Entlein mit Satteltaschen
auf dem Rücken durch das kniehohe Wasser.
Etwaigen folgenden Regengüssen
wurde sodann durch geschicktes Einlegen der
Pausen größtenteils
ausgewichen, so dass alle mehr oder minder
trocken am späten Nachmittag
zu einem Snack bei Beckmann einkehren konnten.
Alles in allem also wieder einmal eine Kegeltour voller sportlicher Höhepunkte, die uns allen noch lange in den Schuhen stecken bleiben... - ich meine im Gedächtnis bleiben wird...
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