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Kegeltour 2001
Segeltörn auf der Nordsee
30. August - 02. September 2001
Da wir im September mal wieder nichts anderes vor hatten, fuhren wir mal wieder auf Kegeltour. Der Weg sollte uns zu unseren niederländischen Nachbarn führen, doch dazu später mehr.
Erst einmal wollten wir unseren Rüdiger auskegeln, und da unser
Kegelwirt Alfons Silberhochzeit feierte (wozu wir natürlich Blumen
und ein Kärtchen spendierten (was uns beim nächsten Kegeln
eine Runde einbrachte)) mussten wir eine Ersatzbahn auftreiben.
Das gelang
dem Orga-Team natürlich, und so setzten wir uns aus alter Verbundenheit
bei unserem Italiener in den Keller, genossen
ein Blech Pizza und schoben eine ruhige Kugel.
Dort sollten wir auch
mit unserem Kegelbruder Maik
(der leider nicht mehr unter uns weilt (also
mit uns kegelt)) eine Runde Kümmerling trinken, da er auf Jagd
eine Sau oder ähnliches
getroffen hatte.
Da nun auch das erledigt war, setzten wir
uns in die Autos und fuhren los (ein herzliches Dankeschön an meinen
Bruder der uns hinkutschierte und dafür eine fünfstündige
Bahnschaukelei von Bochum bis Heiden auf sich nahm).
Die Autofahrt dauerte
etwas länger als geplant, was nicht zuletzt an schier unzähligen
Pinkelpausen und damit verbundener Trinkunfälle (nicht wahr Peter?),
bzw. an der völligen Unfähigkeit der Pattjacken, den Verkehr
zu regeln lag.
Zur Überraschung der meisten landeten wir nicht irgendwo in einem
Häuschen am Meer (aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben) sondern
im Hafen von Harlingen (schönen Dank an Stefan, der hat mir nämlich
gerade verraten wie das Städtchen hieß).
Dort durften wir
dann erst mal unser Schiff suchen, und nach
Erspähen desselbigen
hieß es "ALLE MANN BEREIT ZUM ENTERN!"
Der Kampf um die besten
Plätze dauerte nicht lange, weil so ein Boot ja nicht gerade geräumig
ist, aber nach kurzer Debatte, wer in der
Küche schlafen muss (kein
Scherz) nahmen die Dinge ihren Lauf.
Der
Skipper (namens John) war der Meinung unseren
Haufen auf Vordermann bringen zu müssen und war
der Ansicht: beim Segeln braucht's kein Alkohol.
Aber die folgenden
Proteste grenzten schon an Meuterei und so
stand dem einen oder anderen Bierchen an
Deck nichts mehr im Wege. Die Segeleinweisung
hat er trotzdem nicht mehr gemacht, weil so mancher von uns
schon leichte Schräglage
hatte und schließlich lagen wir noch am Kai festgetäut.
Also hieß es frischmachen, wir gehen in die Stadt und - OH WUNDER!!! - Es
war Kirmes in Harlingen, und da wir ja unser Schützenfest noch
in den Kehlen (oder Knochen) hatten zeigten wir der holländischen
Bande mal wieviel Bier in so einen teutonischen Körper passt.
Hier
noch mal ein Sonderlob an unseren neuen Kegelbruder Daniel, der hervorragend
zu unser Meute passt (jeden Abend der letzte, und dann noch Flaggen
klauen auf anderen Kähnen).
Auf jeden Fall wurde es nun Samstag, und
da wir ja ein paar Langschläfer dabei hatten, verpassten wir die
erste Möglichkeit vor der Flut rauszusegeln, und durften deswegen
erst mal das kleine Segeleinmaleins üben.
Man muss sagen, es hat
sich keiner völlig dämlich angestellt, und so fuhren wir gegen
Mittag bei Kaiserwetter raus nach Terschelling
(zur Information: das ist eine Insel mitten in der Nordsee mit drei
ganz berüchtigten
Kneipen - sagt der Skipper). Zum Wetter: das hatte es gut mit uns gemeint
(ich hatte einen tierischen Sonnenbrand aber
der wurde von innen gut gekühlt).
Es gab auch was zu Essen an Bord
(Hot Dogs), und dafür
an die Küchenmannschaft (Karsten, Stefan und Martin) ein fettes
Lob: bei dem Seegang so was zu zaubern ...
Irgendwann kamen wir dann auf Terschelling
an, und die Diskussion (das ist bei uns nun mal so üblich) begann.
Fußball
gucken oder rumgammeln oder einfach schon
mal vortrinken. Für jede
Maßnahme fanden sich ein paar Mitstreiter, aber schließlich
trafen wir uns alle zur zweiten Halbzeit
in einer richtig gemütlichen
Kneipe.
Angesichts des Spielstandes unserer
Nationalelf blieb uns unser "OHNE
HOLLAND FAHR'N WIR ZUR WM" fast im Hals stecken, aber wir von Good Wood
wären nicht so, wenn wir nicht auch daraus einen Nutzen ziehen
würden.
Nun konnte man sich gegenseitig betrauern
und das Trinken erleichterte so manche Schmach.
Nur eins ist mal klar: WIR FAHR'N TROTZDEM
ZUR WM 2002.
Der weitere Weg führte uns in eine richtig gute Location
namens OK 18. Da war eine dermaßen fette Party angesagt, dass
einige von uns der Meinung waren ihre Kleidungsstücke zu verschenken
oder zu verleihen (solche Narreteien wurden
natürlich prompt mit
einer Runde bestraft). Andere wiederum durften
im holländischen
Bier duschen oder sich einfach nur nassspritzen
lassen.
Es wurde Sonntag Morgen, und die Heimfahrt
nach Harlingen stand an. Der schweren Vorzeichen wegen ließen
einige Kegelbrüder doch zu wünschen übrig und sahen das
Deck erst als es hieß: LAND IN SICHT!!!
Dann hieß es Großreinemachen
aber davon konnten wir uns gegen eine kleine
Bestechungsgebühr
freikaufen (Kapitalismus sei Dank).
Natürlich verließen wir
den Hafen nicht, ohne uns im Dosenschiessen
(Video)
zu messen (Skipper John war davon so beeindruckt,
dass er jetzt in Ostfriesland Taxi fährt - natürlich nur ein
Witz!).
Dann kamen Judith und Bernd, die die zugesoffene Mannschaft nach Hause fahren sollten (ein herzlicher Dank an die beiden, die diesen Job trotz leichter Behinderungen durch so manchen Kegelbruder hervorragend hinter sich brachten)
Der Rückweg war mir Sicherheit genauso geil wie die Hinfahrt (zumindest meiner Meinung nach), wahrscheinlich weil die Bier- und Kurzenvorräte stark dezimiert wurden. Ein kleiner Zwischenfall brachte unseren Cop ins Spiel, aber mit seiner freundlichen und netten Art ("Ich setz mich mal und schreib das auf, bleib du mal im Regen stehen") wurde auch dieses Nummernschildproblem erledigt.
Unser Schiff hieß übrigens Bornrif, für alle die noch kein Poster davon zu Hause haben:

Das war also die Kegeltour 2001 mit allen
Höhen und Tiefen. Sollte ich was vergessen haben, gebt mir ein
Bier aus und ich werde mich daran erinnern.
Ganz bestimmt, wenn auch
nicht beim ersten oder zweiten, dann bestimmt
beim dritten oder vierten.
Einen herzlichen Dank noch an den Rest des
Orgateams (Karsten und Stefan), mit dem das Planen dieser Tour richtig
Spaß gemacht hat.
Bis dann, Arno
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